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Die weltweiten Smartphone-Lieferungen werden 2026 voraussichtlich um 14,3 % im Jahresvergleich sinken. Dieser Abschwung wird sich voraussichtlich bis ins Jahr 2027 hinein fortsetzen, da Komponentenkosten und Erschwinglichkeitsdruck zunehmen.
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Gestützt auf Lieferkettenstärke, ein breites Portfolio und die Bereitschaft zur Verteidigung des Volumens wird erwartet, dass Samsung die globale Spitzenposition zurückerobert.
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Apple wird sich besser als der Gesamtmarkt entwickeln, doch höhere Preise und eine gestaffelte Produkteinführung werden den Ausblick auf das Liefervolumen dämpfen.
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Führende chinesische OEMs verzeichnen 2026 Lieferrückgänge zwischen 15 % und 34 %, was deren stärkere Ausrichtung auf niedrigere Preissegmente und Schwellenmärkte widerspiegelt.
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Für 2028 wird eine Markterholung prognostiziert, die den Markt bis zum Ende des Jahrzehnts mit der fortschreitenden 6G-Kommerzialisierung wieder auf das Niveau der Jahre 2024–2025 zurückführen dürfte.
Laut dem aktuellen Smartphone Market Outlook Tracker von Counterpoint Research wird für den weltweiten Smartphone-Markt im Jahr 2026 ein Rückgang der Auslieferungen um 14,3 % im Jahresvergleich erwartet. Als Hauptgründe gelten gestiegene Komponentenkosten, eine geringere Verfügbarkeit günstigerer Endgeräte sowie eine geschwächte Kaufkraft der Verbraucher. Auch für 2027 wird mit anhaltend schwierigen Marktbedingungen gerechnet: Die Lieferungen dürften um weitere 1,4 % zurückgehen, bevor ab 2028 eine stärkere Erholung einsetzt.
Global Smartphone Forecast, August 2026 Edition
Quelle: Counterpoint Research Smartphone Market Outlook Tracker
Getrieben wird der Abschwung primär durch Lieferketten- und Kostendruck. Die Nachfrageseite zeichnet ein zweigeteiltes Bild: Während sich das Premiumsegment weiterhin widerstandsfähig zeigt, trägt der Massenmarkt die Hauptlast des Marktrückgangs. Mobilspeicher bleibt der größte Engpassfaktor, während gestiegene Chipsatzpreise den Margendruck über Premium-, Mittelklasse- und bestehende Produktplattformen hinweg erhöhen.
Die Auswirkungen auf die Auslieferungsmengen werden in den unteren Preiskategorien am stärksten spürbar sein, da Komponentenkosten dort einen größeren Anteil an den Materialkosten (BOM) ausmachen und Hersteller Preiserhöhungen weniger abfedern können. Die Anbieter reagieren darauf mit Preiserhöhungen, der Streichung margenschwächerer Konfigurationen sowie der Konzentration ihrer Ressourcen auf weniger Produkte und prioritäre Märkte.
In der ersten Jahreshälfte 2026 bauten sich die Lagerbestände in den Vertriebskanälen auf, wenngleich uneinheitlich über Marken und Märkte hinweg. Mit dem Aufbrauchen der Bestände aus der Zeit vor dem Schock dürften höhere Kosten, alternde Lagerbestände und ein schwächerer Abverkauf im zweiten Halbjahr zu einer deutlichen Reduzierung der Lieferungen und Produktionsaufträge führen.
Yang Wang, Principal Analyst bei Counterpoint Research, kommentiert: „Der Rückgang im Jahr 2026 spiegelt mehr als nur eine vorübergehend schwache Nachfrage wider. Höhere Komponentenkosten zwingen die Hersteller dazu, Produkte und Konfigurationen einzustellen, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind – insbesondere in den unteren Preissegmenten. Zwar dürfte sich die Liefersituation im Laufe des Jahres 2027 aufhellen, die Erschwinglichkeit wird sich jedoch langsamer erholen, da die teureren Lagerbestände erst die Vertriebskanäle durchlaufen müssen. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass der Markt auch 2027 unter Druck bleibt, bevor 2028 eine dynamischere Erholung einsetzt.“
Global Smartphone Forecast by Brand Market Share (2024 – 2027F)
Quelle: Counterpoint Research Smartphone Market Outlook Tracker
*Zu den Top-6 chinesischen OEMs gehören: HONOR, Huawei, OPPO Group (einschließlich OPPO, OnePlus, realme), Transsion Group (einschließlich TECNO, Infinix, itel), vivo, Xiaomi
Samsung dürfte weltweite Marktführerschaft zurückerobern Der Marktabschwung wird die Wettbewerbslandschaft voraussichtlich neu ordnen: Samsung dürfte 2026 wieder an die Spitze des weltweiten Smartphone-Markts rücken. Die Smartphone-Auslieferungen von Samsung werden 2026 voraussichtlich um rund 0,8 % zulegen und sich damit deutlich besser entwickeln als der rückläufige Gesamtmarkt. Diese Stärke beruht auf der breiten geografischen Präsenz, der tiefen vertikalen Integration in der Lieferkette und einem verlässlicheren Zugang zu Speicher- und Halbleiterkapazitäten.
Zu Samsungs Positionierung in der Krise erklärt Wang: „Samsungs Rückkehr an die Spitze gründet auf seinen internen Komponentenkapazitäten, dem breiten Portfolio sowie etablierten Beziehungen zu Netzbetreibern und Einzelhändlern. Das verschafft dem Konzern mehr Flexibilität bei der Beschaffung, der Umleitung von Waren zwischen Märkten und der Sicherung der Lieferfähigkeit. Samsung nimmt möglicherweise Einbußen bei der Profitabilität in Kauf, um Marktanteile über das Volumen zu sichern – ein Kompromiss, der das Unternehmen im Abschwung besser positioniert als die meisten Wettbewerber.“
Vorsichtigerer Ausblick für Apple Für Apple wird zwar weiterhin von einer vergleichsweise robusten Entwicklung ausgegangen, die Prognose fällt jedoch vorsichtiger aus als für Samsung. Die Auslieferungen von Apple werden 2026 voraussichtlich um etwa 2,1 % sinken, bevor für 2027 eine Rückkehr zu einem Wachstum von rund 2,8 % erwartet wird.
Apple profitiert weiterhin von seiner Premium-Positionierung, hoher Kundenloyalität, Finanzierungsangeboten und bevorzugtem Zugang zu kritischen Komponenten – Vorteile, die sich unter anderem in der starken Nachfrage nach der iPhone-17-Serie zeigten. Mögliche Preiserhöhungen bei der iPhone-18-Serie sowie zeitliche Verschiebungen bei der Markteinführung von Pro- und Basismodellen über die Produktzyklen 2026 und 2027 hinweg könnten jedoch die Quartalsnachfrage und die Bestände in den Vertriebskanälen belasten.
Zudem wird erwartet, dass Apple im dritten Quartal 2026 sein erstes faltbares Smartphone auf den Markt bringt. Die prognostizierten Liefermengen im hohen einstelligen Millionenbereich dürften den Gesamttrend der Apple-Lieferungen kaum verändern, schaffen jedoch eine strategische Basis für die künftige Portfolioerweiterung.
Führende chinesische OEMs unter starkem Druck Führende chinesische Smartphone-Hersteller dürften aufgrund ihrer Ausrichtung auf preissensible Verbraucher, mittelklassefokussierte Portfolios und Schwellenmärkte erheblich stärker unter Druck geraten. Für mehrere große chinesische OEMs wird für 2026 ein Lieferrückgang von rund 15 % bis 34 % prognostiziert. Das Ausmaß variiert je nach Portfoliostruktur und Abhängigkeit von einkommensschwächeren Märkten. Als gemeinsame Herausforderungen gelten höhere Speicher- und Chipsatzkosten, angespannte Erschwinglichkeit und sinkende Margen im Einstiegssegment.
Die Hersteller reagieren voraussichtlich mit reduzierten Speicherkonfigurationen, dem Rückgriff auf ältere Plattformen, Preiserhöhungen oder der Einstellung unrentabler Produkte. Den Branchenanalysen zufolge werden führende chinesische OEMs vor allem auf Finanzdisziplin, strategische Kernprodukte und Hauptmärkte setzen, anstatt Marktanteile um jeden Preis zu verteidigen.
Der Lieferdruck dürfte 2027 anhalten: Während einige führende chinesische OEMs zu leichtem Wachstum zurückkehren könnten, verharren andere im Minus, da Bestände, Portfolioanpassungen und schwache Nachfrage die Auslieferungen weiterhin belasten. Eine beschleunigte Branchenkonsolidierung bleibt das Basisszenario von Counterpoint für diesen Zyklus.
Huawei bildet hierbei eine wesentliche Ausnahme. Die Auslieferungen von Huawei werden 2026 voraussichtlich um rund 8 % und 2027 um weitere 4,3 % wachsen – getragen von starker Inlandsnachfrage in China, verbesserten heimischen Komponentenkapazitäten und Fortschritten bei HiSilicon-Prozessoren. Langfristig dürften eher Komponenten- und Produktionsverfügbarkeiten das Wachstum von Huawei begrenzen als die Endkundennachfrage. Die Erholung außerhalb Chinas verläuft weiterhin selektiv.
Markterholung ab 2028 erwartet Ab 2028 zeichnet sich eine nachhaltige Markterholung ab: Die weltweiten Lieferungen sollen um rund 4,8 % zulegen, da sich die Komponentenverfügbarkeit verbessert, die Einzelhandelspreise stabilisieren und in den Jahren 2026 und 2027 aufgeschobene Anschaffungen nachgeholt werden. Diese Erholung dürfte den größten Herstellern zugutekommen, die Komponenten besser absichern, Finanzierungen steuern und Vertriebswege durch die Krise aufrechterhalten können.
Faltbare Geräte und On-Device-KI dürften die Produktdifferenzierung und Premiumisierung stützen, jedoch keinen breiten Superzyklus bei den Lieferungen auslösen. Gegen Ende des Jahrzehnts soll die breitere Kommerzialisierung von 6G-fähigen Endgeräten einen schrittweisen Upgrade-Zyklus antreiben und den Markt wieder auf das Lieferniveau der Jahre 2024 und 2025 heben.
Über Counterpoint Research Counterpoint Research ist ein globales Marktforschungsunternehmen, das sich auf Produkte des gesamten Technologie-Ökosystems spezialisiert hat. Über Büros in den weltweiten Innovationszentren, Fertigungsclustern und Wirtschaftszentren berät das Unternehmen ein breites Kundenspektrum – von Smartphone-OEMs über Chiphersteller und Vertriebsakteure bis hin zu Big-Tech-Konzernen. Das Analystenteam arbeitet mit Entscheidungsträgern aller Unternehmensebenen zusammen (von der Führungsebene über Strategie-, Analyst-Relations-, Market-Intelligence-, Business-Intelligence- sowie Produkt- und Marketingteams), um Marktdaten, Branchenanalysen und Beratungsleistungen bereitzustellen. Zu den Kernbereichen gehören KI, Automotive, Unterhaltungselektronik, Displays, eSIM, IoT, Standortplattformen, Makroökonomie, Fertigung, Netzwerke und Infrastruktur, Halbleiter, Smartphones und Wearables. Weitere öffentlich zugängliche Marktdaten, Analysen und Einblicke stehen auf der firmeneigenen Insights-Seite zur Verfügung.